Licht am Ende des Tunnels

Dank einer Finanzsanierung bin ich heute schuldenfrei!















Mein Name ist Daniel, ich bin 35 Jahre alt und arbeite bei einer Firma in Wetzikon als Projektleiter.

Als ich meine Lehre als Maler begonnen habe, war mir nicht bewusst, wie wichtig es ist, zu wissen, wie man sein Geld verwaltet.

Ich war als junger Mann immer viel unterwegs, habe es mir gut gehen lassen. Das war an sich auch nichts Schlechtes, nur habe ich dabei das Sparen sehr vernachlässigt. Das war mein erster Fehler.

Ich habe mein Geld so schnell ausgegeben, dass ich Ende Monat meist knapp bei Kasse war. Manchmal hatte ich schon Mitte Monat alles aufgebraucht und musste meine Eltern um Hilfe bitten.

Als ich mit der Lehre fertig war, ging ich für 1,5 Jahre ins Militär, wo ich langsam lernte, besser mit meinem Geld zu haushalten. Aber meine Bemühungen reichten nicht aus. Ich dachte, ich sei jetzt alt genug und suchte mir mit 24 Jahren eine eigene Wohnung.

Mit vollem Elan bin ich in mein eigenes Leben gestartet und mit viel Motivation wollte ich auch finanziell Verantwortung übernehmen. Am Anfang lief es noch gut. Dann habe ich mir ein Auto geleast. Das war mein zweiter Fehler. Mit dem Leasing habe ich mir selbst einen Stein in den Weg gelegt. Meine Rechnungen häuften sich und ich konnte die Rechnungen oft nicht fristgerecht bezahlen. Mit der Zeit hatte ich sogar Probleme, meine Post zu öffnen, weil ich Angst vor weiteren Rechnungen hatte.

Als ich eine neue Arbeitsstelle als Maler antrat, bekam ich zwar mehr Lohn als vorher, aber meine finanzielle Lage änderte sich nicht. Ich musste wirklich handeln und entschied mich, meinen damaligen Chef über meine Lage zu Infomieren.

Sein erster Vorschlag war, dass wir aus dem Leasingvertrag aussteigen müssen. Also kaufte er mein Auto aus dem Leasingvertrag heraus und wir verkauften das Auto später, damit er das Geld vom Leasingvertrag wieder zurückbekam.

Mein Chef und ich haben oft über meine Probleme und mögliche Lösungen gesprochen und ein weiterer Mitarbeiter wurde darauf aufmerksam. Er erzählte mir von seiner eigenen finanziellen Situation und dass er Hilfe von jemandem in Anspruch nehme. Daraufhin gab er mir die Nummer von Frau Schürmann vom Verein BBF.


Nach der ersten Sitzung mit Frau Schürmann wusste ich, dass sich nun etwas ändern wird, meine Hoffnung kam zurück.

Im Jahr 2018 begann meine Finanzsanierung mit Frau Schürmann und es war nicht immer leicht für mich, ich musste mich an Regeln halten und mein Budget war am Anfang sehr klein.

Am Anfang startete ich mit 500.- pro Monat. Ich musste mir das Geld gut einteilen, das war mein Lebensgeld für Privates. Der Anfang war schwer, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt, ich musste natürlich auf vieles verzichten.

Später bekam ich 300.- mehr, also hatte ich 800.- zur Verfügung pro Monat, ich musste wirklich jeden Rappen 5-mal umdrehen, bevor ich mir etwas kaufen konnte.

2019 wechselte ich als Maler nach Zürich und bereits bei meinem Vorstellungsgespräch erzählte ich meinem zukünftigen Chef und seiner Sekretärin von meiner finanziellen Situation und dass ich in einer Finanzsanierung sei.

Als ich nach Zürich umzog, erhöhte Frau Schürmann mein Lebensgeld auf 1000.-, da Zürich etwas teurer ist vom Lebensstil. Aber auch mit diesen 1000.- war es nicht leicht für mich. Ich fühlte mich eingeschränkt in meinen Aktivitäten, habe oft Tränen vergossen und war auch manchmal am Boden zerstört.

Und doch wollte ich das unbedingt, ich glaubte an mich und mein Wille war sehr stark. Meine Freunde unterstützten mich und so machte ich immer weiter.

Einmal kam mir die Idee, dass ich meinen Chef um ein Darlehen bitten könnte. Fragen kostet ja zum Glück nichts. 😉

Frau Schürmann fand meine Idee auch gut und so habe ich einen Termin mit meinem Chef vereinbart.

Frau Schürmann hat mich zu diesem Treffen begleitet und das Gespräch lief so gut, dass mein Chef sich bereit erklärte meine gesamten Schulden zu übernehmen. Wir handelten einen Vertrag aus, wie viel und wie lange ich meinem Chef pro Monat zurückbezahlen muss. Nach dem erfolgreichen Gespräch viel mir ein Stein vom Herzen, ich konnte wieder richtig Lachen und meine gesamten Schulden waren weg. Ich sah endlich Licht am Ende des Tunnels. Noch zwei Jahre durchhalten, hiess das für mich.

Nebenbei hatte mein Chef die Idee, dass er mir von meinem Lohn noch mehr Geld abziehen könnte, um es auf ein Sparkonto für mich einzuzahlen, damit ich, wenn ich die Schulden bei Ihm vollständig zurückbezahlt habe, dieses gesparte Geld erhalte.

Die zwei Jahre vergingen wie im Flug. Aber auch in diesen zwei Jahren hatte ich zwischendurch Tage, an denen mir das Durchhalten schwerer fiel.

Am 1.1.2022 war es so weit. Ich konnte meine Schulden vollständig bei meinem Chef begleichen und bekam von ihm mein Erspartes vom Sparkonto ausbezahlt.

Ich fühlte mich frei und glücklich. Endlich kann ich mir ein eigenes Leben aufbauen.

Ich habe aus dieser Zeit viel gelernt: Wie man mit wenig Geld im Monat zurechtkommt und das man im Monat eigentlich nicht so viel Geld braucht bei den Einkäufen, man muss nur strukturiert einkaufen gehen.

Und etwas habe ich sehr gelernt in all diesen Jahren: «WENN MAN`S HAT, KANN MAN»

Ein sehr grosser Dank geht an meinen Chef, der mich unterstützt hat.

Und ein grosses Dankeschön an Frau Schürmann, die mich die ganzen Jahre unterstützt und nie aufgegeben hat. Sie hat einen großartigen Job gemacht!